Der Anfang anzufangen

„Aller Anfang ist schwer“ – nicht ganz, weil angefangen hab ich ja eigentlich schon. Dran bleiben und weiter machen, das ist das wo’s hackt.

Die „richtigen“ Themen finden, bringt mich ins straucheln und aufschieben. Wer bin ich und wer möchte ich sein? Was möchte ich hier mit euch teilen? Worüber möchtet ihr lesen? Mein Ziel ist gefestigt in meinen Themen zu sein. Sicherheit beim Schreiben, nicht ständig das Gefühl zu haben „diesen Müll will doch keiner lesen“.

Die Selbstzweifel untermauern dann noch die Bequemlichkeit, die sich die letzten Monate breit gemacht hat. Anfänglich war die Ausrede das ganze Lernen lässt gar keine Zeit zum weiter machen noch realistisch. In Wirklichkeit war es aber auch da meine Bequemlichkeit die mich gehindert hat. Meine Lernmotivation ließ regelmäßig nach und ich hab mich auf die einfachste Art abgelenkt, die wir bisher haben – Hallo Netflix-Sucht.

Mein Examen ist jetzt schon wieder fast ein halbes Jahr her und ich ziere mich noch immer. Mir fällt der Absprung schwer. Wieder auf Netflix und Co. zu landen ist irgendwie einfacher. Die ordentliche Portion Zweifel, ob sich das hier überhaupt wenn interessiert, macht es auch nicht leichter.

Aber weiter aufschieben und hoffen, die Ideen kommen von selbst, ist wie ziellos im Kreis laufen. Im Aufschieben würde ich sicher Gold holen.
Also einfach mal die Pobacken zusammenkneifen und weiter machen! Aller Anfang ist schwer, auch der Zweite.

Wir lesen uns jetzt hoffentlich öfter.

2 Kommentare

  1. Hallo Saskia!

    Das Problem kenne ich selber sehr gut. Mir hilft, sich nicht zu zwingen. Wer nichts großes zu schreiben hat, der*die sollte klein schreiben. Um im Rhythmus zu bleiben oder erst einen aufzubauen. Tagebucheinträge oder -stichpunkte, Gedanken, Eindrücke, Gefühle, Wünsche, Ziele, Erreichtes. Schreiben ist Übungssache, wie alles andere auch. Aber vielleicht hilft auch mal eine Pause vom Schreiben, wenn es immer nur die gleichen Themen sind.
    Und um Inspiration für die großen Texte zu sammeln kann es nur hilfreich sein, den Alltag zu durchbrechen. Ich kann mir vorstellen, dass das im Arbeitsleben schwierig ist, da alles durchgetaktet ist. Aber vielleicht abends oder noch morgens (je nach Schicht) mal spontan spazieren gehen oder sich in die Stadt setzen und den Leuten zuhören die vorbei laufen. Ich mag sowas. Auf Konzerte gehen, mehr unbekannte Bücher von unbekannten Autoren lesen, ins Kino gehen, sich wissenschaftliche Vorträge anhören. Die meisten Unis bieten sowas noch abends für Gasthörer an. Aber interessante Vorträge und Lesungen gibt es auch oft in Cafés.
    Inspirierend ist es auch immer die eigene Meinung zu reflektieren und alte Standpunkte neuzudenken. Bewusst Bücher zu lesen, die der einigen Meinung widersprechen. Sich mit neuen Themen auseinandersetzen (Massentierhaltung oder Klimaschutz? 😉 )
    Wie wärs mal mit einem politischen Post? Ich wette die ewige Warterei aufs Studium nervt tierisch. Mach den Leuten mal ein bisschen Druck die dafür verantwortlich sind.
    Und für mich wohl am wichtigsten: Mit neuen Menschen sprechen. Den schönsten Input bekommt man durch Gespräche mit anderen Menschen. Meistens kennen wir die Meinungen unserer Freunde schon sehr gut. Spannend ist sich mit den Meinungen und Weltanschauungen von Menschen auseinanderzusetzen, die wir noch nicht so gut kennen.
    Dann kommen die Themen schon ganz von alleine.

    • Hallo Anna,
      Danke für deinen Input. Ja das stimmt, man verfällt leicht in einen Alltagstrott. Ein wenig über den Tellerrand schauen tut jedem gut und bringt neue Geschichten und Ideen.
      Ich werd mich einfach ein bisschen ausprobieren und schauen, was zu mir passt.

      Saskia

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